Kommunale Strategien zur Unterbringung wohnungsloser Menschen – Betreiber- und Finanzierungsmodelle, Kostenvergleiche und integrierte Herangehensweisen"

im Forschungsprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ des deutschen BBSR – Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Das Projekt untersucht neben integrierten Herangehensweisen von Kommunen zur Überwindung der Wohnungslosigkeit in Deutschland Finanzierungs- und Betreibermodelle von Unterkünften und erstellt prototypische Vergleichsrechnungen zu Unterbringung versus Prävention. Mit dem Nationalen Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit verfolgt die Bundesregierung das ambitionierte Ziel, Obdach- und Wohnungslosigkeit in Deutschland bis zum Jahr 2030 zu überwinden. Kommunen sind dabei von zentraler Bedeutung, besonders im Hinblick auf integrierte Herangehensweisen und Strategien zur Verbesserung der Prävention von Wohnungsverlust sowie im Handlungsfeld der ordnungsrechtlichen Unterbringung wohnungsloser Menschen.

Warum bleiben Menschen oft jahrelang in Notunterkünften, obwohl sie eigentlich nur für den Notfall gedacht sind?

Anfang 2025 lebten laut Destatis 474.700 Menschen in Deutschland in kommunalen Unterkünften. Für viele wird aus der kurzfristigen Unterbringung ein Dauerzustand.

Das Problem lässt sich nicht allein sozialpolitisch lösen. Es ist auch eine Frage des Wohnungsmarktes: Es fehlen bezahlbare Wohnungen, insbesondere für einkommensschwache Haushalte, Alleinerziehende und große Familien. Gleichzeitig verringert sich der Bestand an Sozialwohnungen seit Jahren. Viele Betroffene haben auf dem freien Wohnungsmarkt kaum Chancen, und auch Kommunen verfügen häufig nicht über ausreichend eigenen Wohnraum, um Menschen zügig aus den Unterkünften in reguläre Wohnungen zu vermitteln.

Welche kommunalen Strategien helfen wirklich? Genau das untersucht das neue ExWoSt-Forschungsprojekt „Kommunale Strategien zur Unterbringung wohnungsloser Menschen“ des BBSR.

Anhand von rund 30 Kommunen werden erfolgreiche Ansätze systematisch untersucht. Im Mittelpunkt stehen:

  • Prävention von Wohnungsverlust
  • Betreiber- und Finanzierungsmodelle von Unterkünften
  • Kosten verschiedener kommunaler Strategien
  • das Zusammenspiel von Prävention, Wohnungsnothilfe und Wohnraumversorgung

Seit 2026 bearbeitet Gabu Heindl Architektur zusammen mit projektbüro und coopdisco das Forschungsvorhaben „Kommunale Strategien zur Unterbringung wohnungsloser Menschen – Betreiber- und Finanzierungsmodelle, Kostenvergleiche und integrierte Herangehensweisen“. Das Forschungsprojekt ist angegliedert im Forschungsprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt)“ des BBSR.

Auftraggeberin Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Team
Das Forschungsprojekt wird durchgeführt von den Büros:
projektbüro Prof. Dr. Renée Tribble, Marieke Behne (M.A.)
coopdisco Martha Ingund Wegewitz (M.Sc.)
GABU Heindl Architektur Prof. Dr. Gabu Heindl, Helen Isabel Andres (M.Arch.)

Forschungszeitraum März 2026 – laufend

Hier der Link zum Forschungsprojekt.