Filmmuseum - INSIDE / OUT

Fassade, Foyer und Filmbar des Österreichischen Filmmuseums
Realisierung, Wien 2008

Das „Österreichische Filmmuseum“ ist berühmt für
sein „Unsichtbares Kino“, das den Raum des Vorführsaals in der Schwärze verschwinden lässt. Der Umbau verfährt komplementär dazu: An der Außenmauer der Albertina, die bislang gleichsam leere Leinwand war, wird nun der Raum hinter der Fassade, zugleich der Raum vor dem Kino, sichtbar gemacht; neue Eingänge und Fensteröffnungen projizieren den Bar- und Foyerbereich des Filmmuseums nach außen und variieren gleichzeitig das Motiv der Schwärze des Kinosaals selbst.

Praktisch betrachtet, öffnet der Umbau die Bar des Filmmuseums nach außen, schafft damit räumliche Anschlüsse dieses sozialen Orts an dessen urbane Umgebung. Die Sitznischen in der Bar wurden von einer in den Raum gerichteten Sofa-Ecke umgebaut zu kommunikativen Zonen des gemeinschaftlichen Gegenüber; dabei fungiert die Brüstung der vertikal großzügig zu öffnenden Fenster von innen gesehen als Tisch, von außen als Bartresen. Das Zugleich von Innen und Außen prägt den Umbau insgesamt, weil die durch ihn neu eröffneten Räume sämtlich nicht hinter, sondern in der Mauer liegen: Sie sind Öffnungen im zweieinhalb Meter dicken Sockel der Albertina – Aushöhlungen im Festgefügten und Einrichtungen in der Trennung/Berührung von Innen und Außen, wie das Kino selbst.

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AuftraggeberInnen
Burghauptmannschaft Österreich und das Österreichische Filmmuseum

Planungszeit
2007-2008

Bauzeit
Juni – September 2008

Planungsteam
Gabu Heindl, Aram Münster, Andreas Pfusterer, Philipp Müllner, Daniel Ehrl

Fotos Hertha Hurnaus