Draußen im Gefängnis

Männerspazierhof in der Justizanstalt Krems (A)
Realisierung / geladener Wettbewerb, 1. Preis

Ein Sportfeld mit Ecken und Kanten und eine weiche Sitzlandschaft: Es geht um Aufhellung eines beschatteten Raums und darum, das Grau teilweise Grün zu färben. Aufgrund der geringen Sonneneinstrahlung im ebenerdigen Männer−Spazierhof der Justizanstalt Krems kann hier keine Wiese blühen. Der Hof ist zudem kleiner als der kleinste Bambini−Fußball−Platz.

Das Konzept macht den Hof dennoch zum Sportplatz, mit kleinen Abstrichen und möglichen neuen Perspektiven. Die Un−Bedingungen werden auf humorvolle Weise in das ästhetische Konzept mit eingebaut: Ein Bambini−großes Fußballfeld aus Kunstrasenbelag wird in die Form und Topographie des Platzes “reingefaltet”. Dort, wo das Feld nicht weiterlaufen kann, weil eine Wand im Weg steht, faltet sich der Platz die Wand hoch. Und weil kein Gras wächst, ist er aus Kunstrasen: Dieser kommt auf Sportplätzen außerhalb von Gefängnissen oft zum Einsatz, weil Wartung, Haltbarkeit und Spielqualität­ ohnehin besser sind als im Fall von Naturwiese. Durch die Überlagerung von Aufenthalts- und Sport­zonen wird der kleine Außenraum zu mehreren: die Summe der “schaltbaren” Raumnutzungen macht ideell aus 1m² konzeptuell mehrere m²: Basketball quer, Fußball − verkleinert − längs im Hof, Badminton in Originalgröße, Sitzlandschaft in der maximal besonnten Zone, etc.

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AusloberInnen BIG – Bundesimmobiliengesellschaft, trafo.k
Wettbewerb 1. Preis, 2009 – 2010
Realisierung 2010 – 2011
Planungsteam Gabu Heindl, Daniel Ehrl