Die 70er - Damals war Zukunft

Ausstellungsarchitektur
Jahresausstellung zu den 70er: ein Jahrzehnt des Aufbruchs

Denken wir an die Zukunft. Was verspricht sie? Macht sie Angst? Ist sie offen, eine Last, voller Möglichkeiten? Vor dem Hintergrund aktueller Fragen blickt die Ausstellung auf die 1970er.

Das partizipative Ausstellungsprojekt Die 70er – Damals war Zukunft geht in sieben Kapiteln jeweils von Forderungen der 1970er Jahre aus und endet mit Fragen der Gegenwart. Die Ausstellung ist Forum und Kontaktzone und versteht sich als Möglichkeitsraum, die Geschichte der Gegenwart aktuell zu verhandeln. Sie präsentiert künstlerische Arbeiten, Designobjekte und historische Dokumente, die von den Versprechen und Widersprüchen einer Zeit erzählen, die antrat, die Welt zu modernisieren.

Aktions- und Debattenräume – gemeinsam mit KünstlerInnen und dem Vermittlungsteam der Schallaburg­ entwickelt – laden zur aktiven Auseinandersetzung mit Geschichte ein. Denn viele Forderungen der 70er bleiben weiterhin gültig und werden heute neu verhandelt: Weltweite soziale Bewegungen stellen Hierarchien und Besitzdenken in allen Bereichen der Gesellschaft infrage. Die künstlerischen Interventionen formulieren Konzepte solidarischer Ökonomien, offener Beziehungen, radikaler Museen, realer Demokratien und offener Grenzen.

Kapitel der Ausstellung
Alles muss sich ändern! Bewegungen, Revolten, Widerstand
Arbeit und Bildung für alle! Versprechen und Brüche im Wohlfahrtsstaat?
Liberté, Egalité, Pfefferminztee! Alltag und Medien
Nur die Freiheit stillt den Durst! Kalte und heiße Kriege
Macht kaputt, was euch kaputt macht! Umkämpfte Vergangenheit und nazistische Kontinuitäten
Das Private ist politisch, das Politische privat! Alternativ leben
Museum für alle! Ausstellungsutopien und das Museum der Zukunft

Debattenräume
Wofür kämpfen? Was bewegen? Stefanie Seibold
Wessen Bildung? Wessen Zukunft? Sophie Schasiepen und Ezgi Erol
Was hat das mit mir zu tun? Martin Krenn
Wie zusammenleben? Lisa Bolyos
Was heißt alle? Claudia Hummel

Text: Büro trafo. K

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Ausstellungsdauer
19.03 bis 6.11.2016

Kuratorisches Team
Büro trafo.K: Renate Höllwart, Elke Smodics, Nora Sternfeld und Ines Garnitschnig
Hannes Etzlstorfer

Wissenschaftliches Team
Monika Bernold, Robert Foltin, Berthold Molden, Dirk Rupnow und Magdalena Rest

Künstlerische Interventionen Debattenräume
Lisa Bolyos, Claudia Hummel, Martin Krenn, Sophie Schasiepen und Ezgi Erol, Stefanie Seibold

Künstlerische Installationen
Carola Dertnig, Bruno Klomfar, Tomash Schoiswohl, Moira Zoitlt

Ausstellungsarchitektur
Gabu Heindl Architektur: Gabu Heindl, Martin Radner, Paul Rossi, Katarína Vankušová, Lisi Zeininger

Ausstellungsgestaltung
TOLEDO i DERTSCHEI: Eva Dertschei, Carlos Toledo

Ausstellungsdokumentation, Fotos:
© Alejandra Loreto, Klaus Pichler